Kind im Wäschekorb

Wieso Blumenseife und ein Vogel, der noch töter ist, mich durchhalten lassen

Ich kann es nicht leugnen, aber schon alleine der Umstand zwei lebhafte Kindergartenkinder zu haben, ist schon alleine anstrengend genug.  Es ist einfach so! Und jetzt noch die zusätzliche Belastung durch die aktuelle Situation! Die Nerven sind langsam aufgezehrt.

Die Kinder haben keine Lust mehr!

ICH habe keine Lust mehr, nein eigentlich ist es weniger das nicht Wollen, sondern eher schon das bald nicht mehr können. Viele fragen sich,  warum die Eltern plötzlich so überfordert sind, wenn sie nun mal selbst auf ihre Kinder aufpassen sollen.

Aber das ist ja gar nicht das Problem.  Die Umstände sehen einfach etwas anders aus, als z. B. in den Ferien. Jetzt müssen wir arbeiten und GLEICHZEITIG auf die Kinder Acht geben.  Außerdem fallen viele Möglichkeiten der Beschäftigung weg, wie Ausflüge und Freunde treffen, oder auch der Spielplatz um die Ecke. Alle sind etwas gereizter, haben vielleicht Ängste und auch das spüren die Kinder. Es ist einfach nicht das Gleiche, wie ein paar Wochen Sommerferien.

Kraftlos durch den Tag

Ich merke einfach seit Ende letzter Woche, wie sich die Erschöpfung  in meinem Körper mehr und mehr breit macht. Auch wenn ich das Gefühl habe das eigentlich ganz gut zu meistern, lässt mich mein Körper nun diese bleierne Müdigkeit spüren. Es wird immer seltener, dass ich die Kinder registriere, die nachts in mein Bett schlüpfen. Jede Nacht wird es schwerer aufzuwachen, um aufs Klo zu gehen. Es ist mehr ein zum Bad schaukeln, als gehen. Jeden Morgen, komme ich schwerer aus dem Bett, obwohl ich, Dank Homeoffice, etwas länger liegen bleiben kann als sonst. Aber genauso schlafe ich abends auch oft schwerer ein, es sei denn ich schlafe mit ein, wenn ich die Kinder ins Bett bringe.

Aber auch die Tage werden immer müder und antriebsloser, der Elan die Kinder zu bespaßen und sich neue Dinge auszudenken weniger. Und die Geduld erst!  Meine Ohren möchten kein Gestreite mehr hören,  kein Geschrei und kein „ich will“ oder „alleine!“ Ich bin müde. Einfach müde.

Anstrengend mit ganz viel Liebe

Aber genau diese Kinder, die so an den Kräften zerren und die Nerven aufessen, als seien sie Schokolade… genau die sind es auch, die mich das alles durchstehen lassen.  Die mir mit vielen kleinen Momenten wieder Kraft, Zuversicht, Vergessen schenken und vor allem: Bedingungslose Liebe!

Kind mit Stroh
Sammeln der Blumenseife

Die lustigen Sprüche und Ideen, die immer wieder aus den kleinen Mündern purzeln.

„Im Kindergarten haben wir mal einen Vogel gesehen, der war noch töter!“ gefolgt von einem ehrlichem Staunen der Mama.

Mein Jüngster sammelt zur Zeit auf den täglichen Spaziergang getrocknete Halme und bezeichnet diese als Blumenseife. Warum genau, konnte er mir leider nicht erklären. Aber das ist ja schließlich auch nicht wichtig!

Ich liebe auch die Momente, wenn die Kinder in ihre kreativen Spiele versunken sind und ganz in ihrer gespielten Rolle aufgehen. Es ist einfach so schön, sie heimlich zu beobachten und jedesmal springt dabei mein Mutterherz.

Kreative Kinder
Kreatives Verbinden von Spielzeug

Oder die kindlichen Dialoge die meine beiden Kleinen nun immer häufiger führen. Der 4-jährige, der mit ernstem Gesicht dem kleinen Bruder die Welt erklärt, der wiederum interessiert zuhört! Die Weltanschauung eines Kindergartenkindes ist einfach göttlich!

Und dann gibt es noch den Stolz den man als Mutter verspürt. Nicht nur, wenn sie etwas besonders gut gemacht haben oder mal besonders brav waren. Auch wenn sie zeigen, wie intelligent sie sind oder sich besonders gut umeinander kümmern und sich helfen und unterstützen.

Und ganz besonders, wenn eines meiner Kinder unerwartet und oft in den eigenartigsten Momenten kommt, mich umarmt und sagt :“Mama ich hab dich lieb!“

Blumen auf Hand
Mama für dich! Ich hab dich lieb!

Das sind die wirklich wahren und wertvollen Momente im Leben!

Ja auch meine Kinder spüren, dass etwas anders ist und sie wissen auch warum. Aber sie verstehen es noch nicht und machen sich da keine Gedanken drum. Sorglos, freudig, unbeschwert. Und das ist gut so! Und wir, wir sollten uns ein Beispiel nehmen und uns viel öfter in die Welt unserer Kinder begeben. Wenigstens ein paar Momente am Tag im Nichts und Nirgendwo leben, da wo alles möglich ist. 

Und dann für diesen Moment, alles vergessen und zusammen mit den Kindern einfach nur glücklich sein!

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